KOMPLEXITÄT WIRD VEREINFACHT, INDEM DIE EINZELTEILE EINFACHEN REGELN FOLGEN

Anscheinend gibt es wiederkehrende Bewegungs- und Verhaltensmuster in „Schwärmen“. Obwohl die Regeln einfach erscheinen, sind sie dennoch so konkret, dass kaum Raum für Abweichungen gegeben ist.

Versuch 1 // Nullversuch

„BLEIBE IN BEWEGUNG“

Ergebnis: Alle streben aus der Mitte zu den Seiten ohne Zusammenhalt.
Erkenntnis: Grundsätzlich scheint es ein Bedürfnis, weg von der Masse, zu geben. Sowohl mit den Lichtern als auch die Teilnehmer selbst versuchten, sich in eine distanzierte, freiere Position zu bringen.

 Schwarm-Versuch 1
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Versuch 2 // Gegenversuch

„FOLGE DEM ANFÜHRER“

Ergebnis: Anfänglich bildet sich eine V-Formation, mit dem Richtungswechsel findet auch eine Überholung des Anführers statt. Spannend ist hier die Parallele zu den Zugvögeln, wo sich die Tiere an der Führungsposition regelmäßig abwechseln.
Erkenntnis: Der parallele Bewegungsverlauf zeigt ein stures Folgen des Anführers. Die Teilnehmer blendeten die Umgebung aus und handelten einseitig. Über die erwarteten Bewegungsmuster hinaus zeigte dieser Versuch genau das, was die Programmierung nicht leisten kann. Die natürlichen individuellen Bedürfnisse und Eigenschaften der Mitglieder, zu sehen an der Überholung.

 Schwarm-Versuch 2
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Versuch 3

„BLEIBE IN BEWEGUNG, BLEIBE BEI DER GRUPPE UND VERMEIDE ZUSAMMENSTÖSSE“

Ergebnis: Ein enger Zusammenhalt. Nach anfänglicher Orientierungslosigkeit streben ca. fünf Partikel nach oben und ziehen den ganzen Schwarm mit.
Erkenntnis: In dieser kleinen Gruppe reichte eine Anzahl von fünf Partikeln aus, um den Schwarm in eine Richtung zu lenken. Diese bewusste Handlung wird in der Natur durch äußere Reize, wie eine Futterquelle oder durch Bedürfnisse, wie Hunger hervorgerufen. Die Anzahl der Richtungsgeber ist dabei in Abhängigkeit von der Individuenzahl des Schwarms.

 Schwarm-Versuch 3
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Versuch 4

„BLEIBE IN BEWEGUNG UND BLEIBE BEI DER GRUPPE, ERKENNE DEN FEIND UND FLIEHE, WENN ER ZU NAHE KOMMT“

Ergebnis: Die Aufteilung (fountain Effekt) erfolgt schnell und mehrmals, dabei trennt sich eine kleine Gruppe vom Hauptschwarm ab. Der Feind treibt den Schwarm vor sich her und es gelingt ihm, ohne bewusste Absicht, ein Partikel vom Schwarm abzutrennen.
Erkenntnis: Der Fluchtimpuls ist offensichtlich stärker als der Drang, in der Gruppe zu bleiben. Der Zusammenhalt ist jedoch so groß, dass es keine komplette Zersplitterung gibt, sondern sich jeweils geschlossene Gruppen abtrennen. Die Prioritäten sind also nur gering gestaffelt.

 Schwarm-Versuch 4
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Versuch 5

„ORIENTIERE DICH NUR AN DENEN, DIE DU VOR UND NEBEN DIR SIEHST UND BEWEGE DICH IN ETWA IN DIESELBE RICHTUNG.
VERMEIDE ZUSAMMENSTÖSSE“

Ergebnis: Es wurde keine Richtung eingeschlagen, eine kreisende enge Bewegung um ein Zentrum ist zu sehen.
Erkenntnis: Orientieren sich die Mitglieder nur aneinander und werden nicht durch bewusste oder äussere Faktoren stimuliert, bleibt der Schwarm an einer Stelle in einer kreisenden Bewegung. Diese um sich selbst drehende Form ist aus dem Tierreich bekannt und zu beobachten, wenn ein Schwarm kein konkretes Ziel anstrebt.

 Schwarm-Versuch 5
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